Die Islandreise des Uno von Troil von 1772



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Anmerkungen zur Entstehungszeit des Buches

Die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts war eine schlimme Zeit für Island:
"Ungünstige Klimabedingungen, Vulkanausbrüche, Epidemien und Seuchen, die sowohl Mensch als auch Vieh trafen, erstickten manche Bemühung um Verbesserung und Fortschritt im Keime. Die Jahre zwischen 1752 und 1759 vergingen unter dem Fluch von Missernten, denen Hungertod und die Aufgabe vieler Höfe folgten. Wie um die Schwierigkeiten noch zu steigern, brachen Katla 1755 und Hekla 1766 auf verheerende Weise aus" (Jón R. Hjálmarsson: Die Geschichte Islands. - Reykjavík, 1994).

Nachdem Island in seiner mittelalterlichen Blütezeit über 100'000 Einwohner gehabt hatte, sank deren Zahl in diesen Jahren bis unter 40'000. Die schlimmste der dafür verantwortlichen Katastrophen ereignete sich erst einige Jahre nach der Reise der Herren Banks, Solander und Troil; es war der Ausbruch der Laki-Spalte 1783. Parallel zu einer enormen Menge Lava und Asche (die noch in England und Finnland fiel) strömten dabei Giftgase aus, welche die Luft verpesteten und die Vegetation vergifteten.

Bei diesen Zuständen war es kein Wunder, dass in Dänemark ernsthaft erwogen wurde, ganz Island einfach zu evakuieren und seine Bewohner nach Dänemark umzusiedeln, wozu es glücklicherweise nicht kam...


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